Der Maulwurf – ein wichtiger Nützling

Früher wurden Maulwürfe wegen ihres samtweichen Fellchens von berufsmäßigen Maulwurfjägern erschlagen, heute steht er unter Naturschutz. Nach § 44 Bundesnaturschutz Gesetz ist es verboten ihm nachzustellen, ihn zu fangen, verletzen oder zu töten. Wer dagegen verstößt begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 50 000 € geahndet werden kann. Wer gar „gewohnheitsmäßig“ handelt bewegt sich im Bereich der Straftaten.

Gut informierte Garten- bzw. Grundstückbesitzer wissen jedoch, dass der Maulwurf mit zu den wichtigsten Nützlingen zählt, auch wenn seine aufgehäuften Erdhügel nicht besonders beliebt sind. Mit unersättlichem Appetit vertilgen Maulwürfe einen großen Teil derjenigen Schädlinge, die ungesehen unter der Erde an den Pflanzen fressen. Im Gegensatz zu den pflanzenfressenden Wühlmäusen verspeist der Maulwurf Insekten samt Larven und Puppen (dazu gehören z.B. Engerlinge und Schnakenlarven). Auch Tausendfüßler, Schnecken und junge Mäuse werden von ihm nicht verschmäht. Regenwürmer gehören allerdings auch zu seinen Delikatessen.

Doch auch die ungeliebten Erdhaufen lassen sich für den Gärtner gewinnbringend verwenden. Diese bestehen aus sehr lockerer Erde, die sich gut als Substrat für den Blumenkasten eignet, indem sie mit 1/3 Sand und 1/3 Kompost vermischt wird. Die Gartenerde speichert das Wasser sehr gut durch den in der Regel guten Tonanteil. Die gemischte Erde in den Blumenkästen trocknet weniger schnell aus und lässt sich auch besser wieder befeuchten. Sie ist bereits sehr locker, wenn man sie dem Maulwurfshaufen entnimmt und braucht nicht mehr durchgesiebt werden. Somit hilft der Maulwurf dem Gärtner und erspart ihm Arbeit.

Wer trotz alldem den Maulwurf nicht in seiner Nachbarschaft haben und auch nicht mit dem Gesetz in Konflikt geraten möchte, kann versuchen ihn zu vertreiben.  Dies kann mit verschiedensten Mitteln geschehen:

  • Starkriechende Holunderblätterjauche in die Gänge gießen,

  • Nußbaumblätter oder Thujazweige in die Öffnung stecken oder

  • Heringsköpfe in die Gänge legen

Es kann auch versucht werden mit Geräuschen den Maulwurf zu „vergraulen“, z.B. durch Pfeiftöne von schräg eingegrabenen Flaschen. Zusätzlich gibt es im Fachhandel auf Duftölen basierende Präparate als natürliche Fernhaltemittel.