Aktionsbündnis für den Erhalt des Weißen-Regen-Tals

Bürgerinnen und Bürger aus Bad Kötzting, Grafenwiesen und der Bund Naturschutz, haben sich zu einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen um gegen die drohende Verbauung des Weißen Regen Tals vorzugehen. Durch den geplanten Bau einer zusätzlichen Straße, soll eines der noch letzten naturnahen Flusstäler bei Bad Kötzting verschandelt und weiträumig verlärmt werden. Gegen jede Vernunft verhindert politische Einflussnahme einen umweltschonenden Ausbau der bestehenden Staatsstraße 2140 zwischen Bad Kötzting und Grafenwiesen. Für den Erhalt ihrer wertvollen natürlichen Lebensgrundlage will sich das Aktionsbündnis nun stark machen. Wir können nicht mehr länger zuschauen, wie die Natur vor Ort vernichtet wird und die Zukunft unserer Kinder verbaut wird, denn unser Kapital ist eine schöne Landschaft, die wir, und unsere Touristen wertschätzen. 

Wer dem Aktionsbündnis beitreten oder es unterstützen will, kann sich mit der Kreisgruppe Cham des Bund Naturschutz in Bayern e.V. in Verbindung setzen: 2.Vorsitzender Roger Mayer Tel. 09971/6575;  cham@bund-naturschutz.de

 Das zurzeit laufende Planfeststellungsverfahren für den Ausbau des letzten Streckenabschnitts der Staatsstraße zwischen Bad Kötzting und Grafenwiesen hat zahlreiche Einsprüche und ablehnende Stellungnahmen zu bearbeiten. Die Ablehnung ist deswegen so groß, weil nicht wie ursprünglich vorgesehen, der schonende Ausbau der bestehenden Straße überplant wurde, sondern eine neue Trasse durch den engen Talraum des Weißen Regen geschlagen werden soll. Die erste landesplanerische Beurteilung kam in ihrer Gesamtabwägung zu dem Ergebnis, dass der Ausbau der bestehenden Trasse als einziger die Erfordernisse der Raumordnung erfüllt. Die jetzt geplante neue Trasse, hieß es dort weiterhin „würde insbesondere de Stadt Bad Kötzting fremdenverkehrlich schaden zufügen“. Damals war noch eine vernünftige sachliche Abwägung Teil der Landesplanung. Aber dann kamen die lokalen Interessen aus Bad Kötzting und Grafenwiesen ins Spiel und sie setzten alle politischen Hebel in Bewegung um die Trasse für den Straßenausbau auf die Westseite des Weißen Regen zu ziehen. Beide hatten im Wesentlichen das gleiche Argument, sie wollten so wenig wie möglich an Verkehrsbelastung für Ihre eigene Gemeinde bzw. Stadt. Beide Kommunen machten aber den gleichen Fehler indem sie annahmen, dass die Touristen wegen der Luftgüte in der Stadt oder wegen den Freizeiteinrichtungen der Gemeinde kommen. Tatsächlich liegt aber das fremdenverkehrliche Potential beider Gemeinden im Erleben von Natur und Landschaft wie zum Beispiel im unberührten Tal des Weißen Regen, einem Juwel der bayerischen Natur– und Kulturlandschaft, das bei zahlreichen Touristen aus Nah und Fern hoch geschätzt ist. Die Wander- und Radwege dort, sind für Bad Kötzting und Grafenwiesen unmittelbar zugänglich und haben auch für die Einheimischen einen hohen Erholungswert. Dieser touristisch attraktive direkte Anschluss an die Natur ginge aber verloren, wenn der Talraum von Strassen förmlich in die Zange genommen wird.

Unnötig aufs Spiel gesetzt wird aber auch die überragende ökologische Bedeutung dieses Gebietes. Das Tal des Weißen Regens und des Thürnhofer Baches sind Teil des europaweit bedeutsamen FFH-Gebietes. Viele Biotope sind nach dem Arten- und Biotopschutzprogramm als „überregional bedeutsam“ eingestuft. Die Vernetzung dieser Gebiete darf nicht gefährdet werden und jede zusätzliche Belastung muss verhindert werden, denn schon jetzt ist ein deutlicher Artenrückgang gegenüber den Erhebungen aus dem Jahr 2000 festzustellen.

Die geplante Neutrassierung stellt auch aufgrund des völlig unnötigen Flächenverbrauches alle politischen und gesetzlichen Vorgaben zum Flächenschutz förmlich auf den Kopf. Ganz offenbar setzt sich die Fehlentwicklung in der bayerischen Verkehrspolitik auch im Landkreis Cham fort, in der teure, überdimensionierte Verkehrsprojekte rücksichtslos in die Landschaft getrieben werden. Dabei gäbe es vielerorts gute Alternativen, die für Mensch und Natur verträglich wären.

Viele Bürgerinnen und Bürger wollen nicht mehr länger zuschauen wie ihre Zukunft und Landschaft verbaut wird. Das Aktionsbündnis will die Kräfte bündeln, die auf eine nachhaltige und zeitgemäße Entwicklung des Fremdenverkehrs und der Infrastruktur hinwirken wollen – so wie sie im Landesentwicklungsplan vorgedacht wurde.

Das Aktionsbündnis lehnt aus diesem Grund das Vorhaben für eine neue Strasse im Regental grundsätzlich ab und verweist auf den für alle verträglichsten Ausbau der bestehenden Staatsstrasse.

Tektur von 30.6.2012

Luftbildaufnahmen der ausgesteckten Trasse

 

Pläne und Karten

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Bund Naturschutz, Cham

Volksbank Straubing; Konto-Nr.   5022045; Bankleitzahl: 74290000

Verwendungszweck:  Aktionsbündnis Regental

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Veranstaltungen, Termine und Ereignisse

29.5.2011

Bund Naturschutz und Landesbund für Vogelschutz (LBV) erkunden gemeinsam die Schönheiten und Besonderheiten des Weißen-Regen-Tals zwischen Bad Kötzting und Grafenwiesen

Treffpunkt um 14:00 Uhr am Parkplatz vor dem neuen Friedhof in Bad Kötzting

 

28.3.2009

Abstecken der  geplanten Straßentrasse im Gelände mit Flatterleinen

4.4.2009

Informationsveranstaltung des Aktionsbündnisses mit MdL Dr. Magerl

Treffpunkt: Neue Friedhof in Bad Kötzting

13.4.2009

Emmausgang mit dem Aktionsbündnis für den Erhalt des Weißen-Regen-Tals

zusammen mit
dem Bund Naturschutz,
den Freunden der Natur,
den Bad Kötztinger Fischern
und allen, die das bedrohte Flußtal des Weißen Regen kennen lernen wollen.
 
am Ostermontag um 13:00 Uhr.
Treffpunkt: Neue Friedhof in Bad Kötzting
 
Besinnlicher Spaziergang nach Grafenwiesen entlang der
geplanten Neubautrasse mit Informationen zum 
Straßenneubau der St2140 und Trassenbesichtigung. 
Im Anschluss, um ca. 15:00 Uhr, trifft sich das 
Aktionsbündnis im Bistro Spitfire am Bahnhof in Grafenwiesen

19.5.2009

Demonstration in Regensburg und Unterschriftenübergabe an Frau Regierungspräsidentin Brigitta Brunner. mehr...

16.6.2009

24h Verkehrszählung an der Staatsstrasse bei Sperlhammer. mehr...

21.6.2009

24h Verkehrszählung an der Staatsstrasse bei Sperlhammer.

22.6.2009

In Bad Kötzting starten BürgerInnen ein Bürgerbegehren "Gegen den Bau der Nordspange" Das Aktionsbündnis unterstützt diese Initiative. mehr ..

25.6.2009

Erfolg im Bayerischen Landtag !

Die Petition des Aktionsbündnisses steht im Wirtschaftsausschuss auf der Tagesordnung und wird vom Ausschuss mit einem positiven Beschluss als "Material" an die Staatsregierung überwiesen. (mehr...)

Demonstration und Unterschriftenübergabe in Regensburg

Vor dem Amtssitz der Regierungspräsidentin

Wohlstand durch Straßenbau?
 

Das sind aktuelle verkehrspolitische Versprechen aus dem Landkreis Cham und nicht etwa aus dem fernen Hindukusch. Dabei ist der Landkreis für den Straßenverkehr gut erschlossen. Der wirtschaftliche Nutzen zusätzlicher Straßenkapazitäten geht gegen Null.
Seit Jahren kann der LK Cham Rekordinvestitionen in den Straßenbau vermelden. Lokalpolitiker legen seit Jahrzehnten den Schwerpunkt ihrer Arbeit in den Ausbau des Straßennetzes und sprechen von einer goldenen Ära, die in die Geschichtsbücher eingehen wird.
Viele BürgerInnen sehen dies jedoch anders und sicherlich auch die uns nachfolgende Generationen. Unser Lebensraum verschwindet unter Beton und Asphalt und geht unwiderruflich verloren. Dabei richtet sich diese Kritik nicht generell gegen den Ausbau und die Instandhaltung der Verkehrswege. Sie richtet sich gegen die vielen völlig überdimensionierten Projekte, die ohne Rücksicht auf Mensch, Natur und Kultur in unsere Landschaft geschlagen werden.
Vieler Orts im Landkreis Cham bringt die Bevölkerung Einwände gegen diese Vorhaben vor und in mehreren Initiativen wird für eine vernünftige und umweltverträgliche Verkehrspolitik gekämpft. Damit dieser Protest auch die Regierung in Regensburg erreicht, versammelten sich mehr als 50 BürgerInnen zu einer Demonstration vor dem Amtssitz der Regierungspräsidentin Brigitta Brunner. Das Aktionsbündnis für den Erhalt des Weißen-Regen-Tals, die Interessengemeinschaft Pro Lebensraum Perlsee aus Waldmünchen und Bürger aus dem Zellertal bei Bad Kötzting überreichten der Regierungspräsidentin 2300 Unterschriften um zu verdeutlichen, dass die ihr vorgebrachten Beschwerden von einer Vielzahl von BürgerInnen im Landkreis unterstützt werden. So ist z.B. das Weiße Regen Tal durch die Verlegung der Staatsstraße 2140 gefährdet. Eines der letzten naturnahen Flusstäler muss kommunalpolitischer Kurzsichtigkeit weichen. Dabei könnten die wertvollen FFH Naturräume als Erholungsraum für Besucher aus Nah und Fern erhalten bleiben, wenn man den Ausbau der bestehenden Staatsstraße vornehmen würde.
Dem angrenzenden Zellertal droht eine vergleichbare Entwertung. Und auch In Waldmünchen wird durch die geplante Ortsumgehung ein für Erholung, Natur- und Trinkwasserschutz bedeutsamer Lebensraum zerschnitten. Zudem wird im weitern Ausbau der Staatssraße 2400 gerade das weitgehend naturbelassene Schwarzachtal verbaut.
Überhöhte Verkehrsdichte Prognosen und Vorgaben aus nicht sachgerecht abgewogenen Raumordnungsbeschlüssen sollen die Eingriffe rechtfertigen


Verkehrszählung vom 16.6.09

6750 Fahrzeuge am Tag auf der St2140 zwischen Bad Kötzting und Grafenwiesen

Das Aktionsbündnis führte am 16.6.2009 (wochentags) im Bereich Sperlhammer eine 24-stündige Verkehrszählung in Eigeninitiative durch. Die vorliegenden Daten beruhen nicht auf Hochrechnungen oder Schätzungen sondern auf Fakten.
Am 16.6.2009 wurden in beiden Fahrtrichtungen insgesamt 6750 Fahrzeuge gezählt, wovon 6382 Pkws und Motorräder und 368 LKWs sind. Aus dem Vergleich der Fahrzeugzahlen in beide Fahrtrichtungen stellt sich heraus, dass die Zahlen nahezu identisch sind. Die lässt den Schluss zu, dass ein Großteil der wochentags fahrenden Transportmittel Pendlerströme darstellen. Selbiges wird auch dadurch unterstrichen, dass die Verkehrsspitzen der PKWs gegengleich liegen. So ist der Spitzenwert in Fahrtrichtung Grafenwiesen/Furth/Lam am Spätnachmittag und am frühen Abend zu finden, während sich das Maximum Richtung Bad Kötzting/Cham/… in den frühen Morgenstunden und am Vormittag (Aufsuchen des Arbeitsplatzes und Einkauf) zeigt.
Käme also eine Investition in öffentliche Nahverkehrsnetz der Region nicht weitaus günstiger als der Straßenneubau? Busse, deren Fahrzeiten mit dem Arbeitsbeginn der größeren Arbeitgeber abgestimmt sind, können den Pendlerverkehr drastisch reduzieren. Außerdem würde selbige Investition den Anwohnern hier wie dort jede Menge Lärm ersparen.

Das Aktionsbündnis unterstützt das Bürgerbegehren "Gegen den Bau der Nordspange"

Die von drei BürgerInnen aus Bad Kötzting gestartete Initiative mit dem Ziel eines Bürgerentscheides um die geplante Nordspange findet unser vollstes Verständnis. Wir werden die Initiative unterstützen, da sie sich teilweise mit unseren Zielen deckt. Wir ziehen an einem Strang und wollen die Planungen für den Straßenbau wieder zurück auf die Ostseite des Weißen Regen Tals bringen. 

Die Nordspange ist Teil eines Verkehrskonzeptes, mit den zu erwartenden Folgen, dass der Verkehr in Wohngebiete geführt wird und dass der weitgehend naturbe-lassene Talraum des Weißen Regen so stark verbaut wird, dass seine ökologische Wertigkeit vollständig verloren zu gehen droht.
Der längst notwendige schonende Ausbau – nicht der Neubau - der Staatsstraße wurde aus kommunalpolitischen Gründen vor Jahren von den anliegenden Kom-munen verhindert, die damals die übergeordneten Entwicklungsziele für ihre Region völlig aus den Augen verloren hatten. Dieser Fehler muss korrigiert werden, denn es geht auch um Naherholungsraum, Natur und Heimat.
Jeder Straßenneubau schafft unweigerlich neue Betroffenheiten bei den Anliegern. Jeder Neubau verbraucht wertvolles Land. Täglich sind das 20 ha in Bayern und damit liegt unser Bundesland beim Flächenverbrauch an der Spitze. Das Aktionsbündnis stellt nicht den sinnvollen und notwendigen Ausbau der Straßenverbindung in den Lamer Winkel in Frage. Überdimensionierte Straßenneubauprojekte sind aber höchst fragwürdig - insbesondere dann, wenn sich immer deutlicher abzeichnet, was für Probleme in Zukunft auf uns zukommen werden: Unsere Bodenressourcen werden dabei eine wichtige Rolle für Ernährung, Tourismus und Energie spielen - soviel ist sicher.
Weit mehr als 1800 BürgerInnen unterstützen mit ihrer Unterschrift die Forderung des Aktionsbündnisses, dass nun endlich der Ausbau und nicht der Neubau der bestehenden Straßenverbindung zwischen Bad Kötzting und Grafenwiesen realisiert wird. Ein Großteil wird daher auch die Nordspange im Zusammenhang mit den Neubauplänen auf der freien westlichen Regentalseite ablehnen.
Daher findet die Initiative für ein Bürgerbegehren gegen die Nordspange auch unsere vollste Unterstützung. Sollen die Bad Kötztinger BürgerInnen die Gelegenheit bekommen, Ihre Meinung zu diesem Thema äußern zu können.


Petition hat Erfolg im Bayerischen Landtag

Die Petition des Aktionsbündnisses für den Erhalt des Weißen-Regen-Tals findet ein positives Votum im zuständigen Wirtschaftsausschuss und wird der Bayerischen Staatsregierung als „Material“ überwiesen

Die im Januar dieses Jahres eingereichte Petition wurde nun endlich im Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur Verkehr und Technologie behandelt. Der Ausschussvorsitzende, Erwin Huber, war sichtlich bemüht, die Eingabe des Aktionsbündnisses aus zeitlichen Gründen nicht ein weiteres mal verschieben zu müssen. In der Tagesordnung war für diesen Tag ein umfangreiches Programm von Gesetzentwürfen, Anträgen und Eingaben aufgeführt, so dass es erst gegen 13:00 Uhr zur Behandlung der Eingabe des Aktionsbündnisses und des Chamer Bund Naturschutz Bayern e.V. kam. Wie bekannt ist, setzt sich das im Januar gegründete Aktionsbündnis für den Erhalt des Weißen Regen Tals ein. Der dort geplante Neubau der Staatsstraße St2140 zwischen Bad Kötzting und Grafenwiesen bedroht einen der noch wenigen weitgehend naturbelassenen Talräume in der Region. Neben den geplanten massiven Eingriffen in den empfindlichen Naturraum sind auch andere Aspekte wie Naherholung, Lärmbelästigung, Landschaftsbild und Flächenverbrauch von Bedeutung.
Da sich die Planung zu diesem Straßenbau gerade in einem laufenden Planfeststellungsverfahren befindet, ist es nicht einfach für den Petitenten, diese Problematik in den Landtag zu bringen. Es ist uns jedoch trotzdem gelungen. Nicht zuletzt, weil mehr als 1800 Unterschriften aus der Region um Kötzting diese Eingabe unterstützt haben.
Nach der Berichterstattung im Wirtschaftsausschuss durch den SPD Abgeordneten Bernhard Roos, der sich für eine entsprechende Würdigung unserer Eingabe aussprach, hat der CSU Abgeordnete Tobias Reiß als Mitberichterstatter auf die Problematik des laufenden Planfeststellungsverfahrens hingewiesen. Auf Vorschlag des Ausschussvorsitzenden, hat man sich dann darauf geeinigt, das Thema nicht abzuweisen sondern als „Material“ an die Staatsregierung zu überweisen. Die Regierung der Oberpfalz, bei der das Planfeststellungsverfahren läuft, und das Staatlich Bauamt Regensburg werden sich mit Eingabe noch einmal befassen müssen.

Die Beschlussfassung „Material“ bedeutet, dass die Eingabe der Staatsregierung als »Material« überwiesen wird. Der Ausschuss bringt damit zum Ausdruck, dass er das Gesuch für geeignet hält, im Rahmen eines künftigen Gesetzentwurfs, einer Verordnung oder einer Ministerialentscheidung berücksichtigt zu werden.

Pressemitteilung des Aktionsbündnisses zu den Vorwürfen, die einige Bürgermeister aus dem Weißen Regen Tal bekannt gemacht haben

Stimmungsmacher finden auch beim Aktionsbündnis kein Forum


Wir sind und waren immer für eine sachliche Diskussion - In diesem Punkt ist das Aktionsbündnis mit den Bürgermeistern der Anliegergemeinden auf einer Linie. „Uns ist es sehr wichtig die sachliche Diskussionsebene nicht zu verlassen, damit keine Gräben zwischen den Anliegern aufgerissen werden“ so Roger Mayer, Sprecher des Aktionsbündnisses. Zu den kürzlich veröffentlichten Ausführungen der Bürgermeister zwischen Lohberg und Bad Kötzting ist nach Ansicht des Aktionsbündnisses jedoch noch einiges Richtig zu stellen:

So wurde vom Bürgermeister Ludwig der Vorwurf geäußert, das Aktionsbündnis würde nicht mit sachlichen und praktischen Argumenten Arbeiten sondern mit irreführenden rot-weißen Trassenbändern. Wir behaupten, das Gegenteil ist der Fall: Die Geländemarkierung ist an Sachlichkeit und Praxisnähe nicht zu übertreffen. Sie bildet die geplante Trasse nach Sachlage der aktuellen Planunterlagen im Gelände ab und ermöglicht einen praktischen Bezug vor Ort im Gelände. Das theoretische Studium von abstrakten Planunterlagen ist einem Grossteil der Bevölkerung nicht zuzumuten. Eigentlich wäre die Stadt in der Verantwortung, Ihre BürgerInnen von dem Ausmaß der Straßenbaumaßnahmen in geeigneter Weise in Kenntnis zu setzen.
Wenn das Aktionsbündnis in seinen Informationsblättern auf bis zu 13m Hohe Brückenbauwerke hinweist, dann sind das keine „Falsche Zahlen“ sondern belegbare Fakten aus den Planunterlagen. Auch für den Stadtbaumeister Costa sollte sich dies aus den Planunterlagen für die geplante Brücke bei Sperlhammer ableiten lassen. Der Unterschied ergibt sich dadurch, dass Herr Costa die kleinste Höhe im Bereich des Bahngleises angibt, während das Aktionsbündnis die Höhe oberhalb des Flussbettes anführt. 
„Der Bund Naturschutz ist schuld an den großen Brückenbauwerken“. Auch diese Aussage ist falsch. Hier wird der ehrenamtliche Bund Naturschutz e.V. in Bayern mit dem staatlichen Naturschutz oder dem der Bundesregierung verwechselt.
„Wir verhindern und verzögern nur“ - Richtig ist hier, dass eine Petition aus Grafenwiesen im Jahre 1993 die Planungen für einen Ausbau der Staatsstraße gestoppt hat und ein neues Raumordnungsverfahren eingeleitet werden musste. Damit hat Grafenwiesen entsprechend dem kommunalpolitischen St.Florians-Prinzip: Ja zum Straßenbau - aber bitte nicht bei uns, den Ausbau letztlich bis heute verhindert. 
„Urlaubsgäste bevorzugen gute Straßen in intakte Natur“ - Richtig ist nach unserer Überzeugung, dass Urlauber wegen der Natur und nicht wegen den guten Straßen kommen. Zurzeit werden die letzten freien Talräume in unserer Region verbaut. Unsere Heimat verliert ihre natürliche Lebensgrundlage und wir verlieren die Touristen.
„Schallschutz für die Anwohner“ – Wir wollen die guten Absichten des Herrn Bürgermeister Ludwig hier nicht in Frage stellen. Aber wir dürfen fragen, ob es hierzu schon einen Beschluss gibt, wer die Schallschutzmaßnahmen bezahlt und wie die konkreten Pläne hierzu aussehen.
Das „Aktionsbündnis für den Erhalt des Weißen-Regen-Tals“ setzt sich aus engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus der Mitte unserer Gesellschaft zusammen, die viel Zeit und Energie aufbringen um sich für eine umweltverträgliche Verkehrsverbindung im Weißen Regen Tal zwischen Bad Kötzting und Grafenwiesen einzusetzen. Unser Ziel ist es, schnellst möglich den Ausbau der bestehenden Staatsstraße durchzuführen. Die Planungen für den Neubau sollen zu Gunsten des schonenden Ausbaus, daher sofort, aufgegeben werden.