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Beitrag der Ortsgruppe zum Nordgautag 2026

Wildbienen fehlt es an Nistplätzen, 75 % von ihnen nisten in der Erde. Der Bund Naturschutz (Ortsgruppe Roding) errichtete deshalb anlässlich des Nordgautags Mitte Juli 2026 ein Sandarium, eine sandige Unterkunft für Wildbienen und Insekten.

Zur Umsetzung wurde uns am Nanzinger Weg freundlicherweise eine brachliegende, vollsonnige Grünfläche von der Stadt Roding zur Verfügung gestellt. Der Oberpfälzer Kulturbund fördert das Vorhaben für den Nordgautag mit einem großzügigen Zuschuss. Große Hilfe haben wir auch durch den Rodinger Obst- und Gartenbauverein erhalten.

Nachdem  Anfang April von einem Landschaftsgärtner die Grasnarbe abgetragen und entfernt wurde (dem BN fehlten dafür leider die Gerätschaften), folgte das Ausheben der nötigen, 50 cm tiefe Grube. 
Anschließend wurden auf der Blumenwiese die im Vorjahr gesammelten Wildblumensamen angesät, wovon durch die andauernde Trockenheit im April und Mai allerdings noch nicht viel zu sehen ist. Dankenswerterweise wurde uns vom Bauhof Roding ein Wasserfass mit 1.000 Litern Wasser zur Verfügung gestellt, damit Mitglieder der Ortsgruppe vor Ort selbst gießen können. 
Ende April wurden dann die 2,3 Tonnen ungewaschener Sand aus der Kiesgrube in Altenkreith mit dem Traktor vom OGV angeliefert.
(Der Baggerfahrer hat sich gewundert: „Weshalb brauchen die für ein Aquarium 1,5 m3 Sand?“)
Ein paar Tage später wurde vom Flussbauamt netterweise kostenlos eine LKW-Ladung mit Treibholzstämmen gebracht. 
An den nächsten Wochenenden wurde zusammen mit freiwilligen Helfern das Gelände modelliert, der Sand mit gesiebter Erde vermischt und in die Grube geschaufelt. Der entstandene Sandhügel wird durch dornige Äste geschützt, um nicht als Katzentoilette missbraucht zu werden.

Da die Wildbienen Totholz zum Verschließen der Bruthöhlen benötigen, wurde noch ein Totholzhaufen angelegt, eine weitere wertvolle Brutstätte für viele Wildbienenarten. Für Insekten und Kleintiere wurde ein großer Steinhaufen und eine Ziegelsteinburg errichtet, ebenso wie eine Benjeshecke (eine Totholzhecke aus Ästen, in denen Vögel und Kleintiere Unterschlupf finden). 
Blühenden Sträucher und nektar- und pollenspendenden Stauden sollen von Frühjahr bis Sommer Futter für die Bienen liefern. 
Abgeschlossen wurde das Projekt mit größeren Steinen und Dachziegeln als Schutz vor Regen, ein Infoschild zum Sandarium wird in Kürze noch aufgestellt.

Der Bund Naturschutz bedankt sich bei allen freiwilligen Helfern, vor allem vom OGV Roding, die uns tatkräftig unterstützt haben und dem Bauhof Roding für die Wasserlieferungen. Ein Dank auch an die Spender von Baumaterial und Pflanzen.

Wir hoffen, dass auch Grundschulen oder Kindergärten in nächster Zeit das Sandarium am Nanzinger Weg besuchen und für den Schutz und die Notwendigkeit von Insekten sensibilisiert werden. 

Ein Sandarium ist  auch eine wunderbare Ergänzung für jeden Hausgarten - trockene, sonnige Stelle eignen sich hierfür ideal!