Zur Startseite

Projekte

Verkehrswende - mehr als Elektromobilität

Zu einer Verkehrswende gehört mehr, als nur alle Autos zu elektrifizieren. Verkehrsvermeidung zum Beispiel durch Online-Meetings, Home-Office oder Fahrgemeinschaften ist genauso wichtig wie der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad oder das gesunde Gehen.

Dabei stößt man gerade im Landkreis Cham schnell an seine Grenzen. In einer Studie von "Allianz für die Schiene" belegt der ÖPNV im Landkreis Cham deutschlandweit den drittletzten Platz. Öffentliche Verkehrsmittel fahren häufig nur sehr spärlich oder überhaupt nicht.
Der Landkreis ist der flächenmäßig fünftgrößte in ganz Bayern und der größte der Oberpfalz. Deshalb setzt die Kreisgruppe im Individualverkehr auch auf Elektromobilität.

Im gemeinsamen Konzept mehrerer Umweltverbände werden vier Handlungsfelder zur Minderung der Treibhausgas-Emissionen betrachtet:

 

Verkehrsvermeidung

  • Wegverkürzungen
  • Verteuerung des Güterverkehrs à Ausweitung der Lagerhaltung und Erhöhung der Fertigungstiefe
  • Erhöhung und Ausweitung der LKW-Maut
  • Verteuerung des Luftverkehrs
  • Telemeetings
  • Bedeutungsgewinn regionaler Kreisläufe (Nahrungs- und Futtermittel)
  • Gemeinschaftlich genutzte Fahrzeuge
     

Verkehrsverlagerung

  • Erhöhung des Fahrradanteils à Ausbau der Fahrradwege
  • Vorgabe für Neubaugebiete: Erreichbarkeit der nächsten ÖPNV-Haltestelle zu Fuß
  • Vertaktung und Ausbau des öffentlichen Verkehrs
  • Stärkung des Schienenverkehrs
     

Effizienzsteigerung bei allen Verkehrsträgern sowie die Einführung alternativer Antriebe

  • Vollständige Elektrifizierung des schienengebundenen Verkehrs
  • Ausbau der Elektromobilität
  • Verpflichtender Bezug von Strom aus erneuerbaren Energie mit Förderung von Neuanlagen
  • E-Leichtlastwagen für Güterverteilung
     

Decarbonisierung von Kraftstoffen

Es müssen ausreichend treibhausgasarme und nachhaltige Kraftstoffalternativen zur Verfügung stehen. Soweit keine effizientere Alternative auf Basis erneuerbarer Energien bereit steht, sollten v. a. der Schwerlastverkehr sowie der Flugverkehr auf gasförmige bzw. flüssige Kraftstoffe umgestellt werden, die aus EE-Strom (Windenergie, Fotovoltaik) oder Biogasanlagen (Einsatz von Abfällen und Reststoffen) gewonnen werden.