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05.05.2021 Blühende Wegränder jetzt mit Schild

Damit man nachvollziehen kann, worum es bei dem Projekt "Blühende Wegränder" geht, wurden an der Teststrecke in Hohenwarth zwei Schilder angebracht.

Im Beisein von Bürgermeister Xaver Gmach stellte Barbara Kuchler vom BN, Kreisgruppe Cham, die neuen Schilder am Straßenrand auf. Mehr erfahren


06.07.2020 Wegsäume beinhalten oft wahre Schätze für Biene und Co. Man muss sie nur hervorholen.

Mit dieser Idee wandten sich Aktive der Kreisgruppe im Sommer 2020 an Xaver Gmach, den Bürgermeister von Hohenwarth. Auf einer ca. 100 Meter langen Teststrecke sollen durch ein geändertes Mäh-Konzept blühende Pflanzen und somit Lebens- und Nahrungsräume für Insekten gefördert werden.

Künftig wird ein Straßenrand nur alle zwei Jahre gemäht. Hier dürfen Mädesüß und der Große Wiesenknopf weiterblühen und beispielsweise den seltenen Mädesüß-Perlmuttfalter und Wiesenknopf-Ameisen-Bläuling mit Nektar versorgen. Selbst im Herbst, wenn alles verblüht ist, erfüllt dieser Wegsaum eine wichtige Funktion, nämlich als Kinderstube und Winterquartier für Insekten. Vor Kälte und Fressfeinden geschützt, warten sie in welke Blätter eingerollt oder in hohlen Stängeln verborgen auf die wärmenden Sonnenstrahlen des nächsten Frühjahrs. In der Wahrnehmung mancher Menschen mag so ein Straßenrand zwar „unordentlich“ wirken. Aber ist das nicht leicht hinzunehmen, wenn man dafür die Blumen und die Schmetterlinge und Insekten im kommenden Jahr erleben kann?

Das Mähgut wird auf beiden Seiten von Aktiven des BUND Naturschutz herausgerecht und abgefahren. Das ist wichtig, um die Säume „auszumagern“. Denn der Schnitt wird sonst zersetzt und liefert Dünger für den Bewuchs. Sehr selten sind aber nährstoffarme Böschungen und mit ihnen die Tiere, die auf diese Vegetation spezialisiert sind.

Viele Blütenpflanzen ersticken regelrecht unter der Mulchschicht. Schnellwachsende Gräser sind im Vorteil und verdrängen Blumen. Wenn also das abgemähte Gras entfernt wird, werden sich im Lauf der Zeit mehr Blütenpflanzen behaupten können.

Helfer zum Herausrechen des Mähguts sind herzlich willkommen.

 

Vorgehensweise:

  • Vor der Mahd wurde der Bestand an Pflanzen aufgenommen. So kann man eine Veränderung der Vegetation über die Jahre dokumentieren.
  • Die Mahd sollte möglichst spät, nicht vor Juli erfolgen, was bisher sowieso schon der Fall war.
  • Eine Seite der Böschung wird nur im Zweijahres-Turnus gemäht; heuer wurde der Wegrand stehengelassen.
  • Die andere Seite wird wie bisher jährlich gemäht, jedoch das Mähgut von Freiwilligen des BUND Naturschutz herausgerecht und entfernt.
  • Aufwachsende Gehölze wie Weiden und Heckenrosen werden entfernt.

 

Ziele: Bei einer positiven Entwicklung ist eine Ausweitung auf andere Städte und Gemeinden denkbar. Es soll ein Handlungsleitfaden erstellt werden, der eine Übertragung auf andere Orte erleichtert.